| Projekt «Verbesserung Infrastruktur des Stützpunktes Realp» |
| Vorgeschichte: Die Übernahme des alten Bunkers vom Militär brachte einen gewaltigen Arbeitsaufwand nicht nur für die Räumung, sondern auch für die Neueinrichtung als Lager mit sich. Im Gefolge dieser Grossaktion musste auch das Untergeschoss der Remise und auch die diversen Bauwagen neu organisiert werden. Diese Arbeiten waren natürlich alle neben dem "normalen" Bau- und Werkstattbetrieb zu leisten. Deshalb wurde dieses Projekt der Sektion Zürich mit Emil Halter als Projektleiter anvertraut, von dem auch die Angaben für die nachfolgend in Kürze aufgeführten Teilbereiche stammen. Mit einer stets wechselnden Gruppe Fronis seiner Sektion und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Leuten der DFB, hat er bis heute Gewaltiges geleistet. Trotz undankbarer und teils mühsamer Arbeit liess er sich aber nicht vom gesteckten Ziel abbringen.. Es zeigte sich aber bald, dass dieses Projekt, auch wenn heute ein befriedigender Zwischenstand erreicht ist, auch in Zukunft eine permanente Aufgabe sein wird. Und nun zu den einzelnen "Schauplätzen". |
| Lager Bielen: (so heisst jetzt offiziell der Bunker) Es besteht aus 3 Räumen; der grösste, 28 Meter lang, hat über eine Laderampe Gleisanschluss. Dort wurden Palletgestelle über die gesamte Länge eingebaut zur Lagerung von Oberbaumaterial in Pallet-Rahmen, zum grössten Teil beschriftet. Ein grosses Handlager ist angelegt. Die andere Seite ist mit Gestellen und Halterungsschienen, zur Lagerung von diversem Mat., v.a. Reservewerkzeugen eingerichtet. Die 2 weiteren Räume, wesentlich kleiner, sind für Wagenbaumasterial und die Schneeräumung eingerichtet. |
| Untergeschoss Remise: Alte, zu schwache Gestelle wurden abgebrochen und durch Palletgestelle ersetzt. So kann jetzt auch schweres Mat., wie z:B: Lok-Reserveteile eingelagert werden. Einige Werkzeugschränke dienen jetzt zur übersichtlichen Lagerung der im ganzen Betrieb vorhandenen Hardware wie Schrauben, etc. ( siehe Foto ). |
| Bauwagen: Eine Flotte von Bauwagen, inkl. die dazugehörigen Hilfswagen, steht heute zur Verfügung. Das Rückgrat bildet der Geleisebauwagen, der von Grund auf neu organisiert werden musste. Er deckt heute alle vorhersehbaren Bedürfnisse für ein Arbeiten auf der Strecke ab: Werkzeug, Ersatzteile, Werkstatt für kleinere Reparaturen. Der alte Elektrowagen wurde ersetzt durch einen Vierachser und von Grund auf neu bestückt. Er ist heute eigentlich nichts weniger als das E-Magazin inkl. Werkstatt, aber auf Rädern! Alle Bauwagen enthalten auch vollständige Werkzeugsätze und neu auch einen Satz Schutzhelme, Gehörschutz, Schutzbrillen und einen kleinen Sanitätskasten. Ausserdem sind sie aussen mit einem Farbcode markiert, so, dass man in Zukunft weiss, wo ein Werkzeug hingehört, das ebenfalls so gekennzeichnet ist. |
| Betriebsstoffcontainer: Der alte, zu klein und mit seinem Standort gleich neben der Bekohlungsanlage, wurde ersetzt durch einen grösseren, der frei wurde nach der Umlagerung etlicher Tonnen Gleisbaumaterial ins Lager Bielen. Neu bemalt in DFB-Blau, mit Gestellen und Auffangblechen ausgerüstet, steht er heute gleich beim Strassenübergang. |
| Installationsplatz und Umgebung Remise: Zwei gedeckte Bauholzlager erlauben heute, alles vorhandene Material, das vorher auf dem ganzen Areal verstreut lag, sortiert und vor Nässe geschützt zu deponieren. Auch sehr viel Oberbaumaterial, das da und dort vor sich hin rostete, wurde im Lager Bielen eingelagert oder, wenn nicht mehr gebraucht, als Schrott abgeführt. Die Entsorgung war überhaupt ein Dauerthema: konsequent wurde alles Unbrauchbare aussortiert und, wenn nötig, nach Rücksprache mit den zuständigen Leuten, zur Entsorgung freigegeben. Die ganze Umgebung der Remise konnte so von Dutzenden von teils nicht gerade schönen Deponien befreit werden und macht heute einen viel besseren Eindruck, sowohl bei den Zugpassagieren wie auch den Passanten! |
| Material-Sponsoring: Das gesamte Projekt hätte nicht so erfolgreich durchgezogen werden können, wenn wir nicht die Palletgestelle und Werkzeugschränke aus der Liquidation von Teilen der Firma Alcatel gratis erhalten hätten. Dies alles nur dank der Vermittlung des Projektleiters! Auch Werkzeuge wurden, aus diversen Quellen gesponsert und wo nötig zur Vervollständigung eingekauft, so dass jetzt in allen Wagen und den Werkstätten der Remise vollständige Sätze von Gabelschlüsseln, Schraubenziehern etc., mit Farbe markiert, vorhanden sind. Folgende Zahlen mögen den Umfang des bisher Geleisteten etwas illustrieren: 56 m Palletgestelle, 21 m Blechgestelle und 38m Werkzeugträger sind eingebaut. Total sind 185 Pallets, die meisten mit Rahmen, eingelagert. Weit über 200 Stück Werkzeuge wurden mit Farbe markiert. An Kosten fielen für die Sektion Zürich an: ca. Fr. 1500.- für Werkzeuge und ca. Fr. 1800.- für Entsorgung. Am Projekt waren etwa 20 Mitglieder beteiligt, in Gruppen von 3 bis 8 Leuten in meist zweitägigen Einsätzen. Lassen wir zum Schluss noch den Projektleiter Emil Halter zu Wort kommen: "Ich möchte meinen Kollegen der Sektion für ihre Bereitschaft danken, mit mir diese teilweise mühsame und undankbare Arbeit zu leisten. Mein Dank geht auch an die Firma Alcatel und andere Sponsoren, ebenso an Manfred und Walter Willi, ohne deren fachtechnische Unterstützung wir das niemals geschafft hätten! Ich bin stolz auf das Erreichte; es gibt aber noch einiges zu tun. Damit wir die erreichte Ordnung aufrechterhalten können, braucht es die Mithilfe aller! Diesen Aufruf richte ich an die Fronis, insbesondere die Baugruppen-Leiter, aber auch an die ständigen Mitarbeiter in Realp. So wird es uns in Zukunft noch mehr Freude machen, an unserem Bahnunternehmen weiterzuarbeiten." |